Rich Dad Poor Dad

Robert T. Kiyosaki

★★★★★

Dies war mein erstes Buch im Zusammenhang mit der Verwaltung der eigenen Finanzen & Investitionen. Darin werden gleich zu Beginn einige Irrglauben aus dem Weg geräumt:


Rich Dad Lektion Nr. 1: Die Reichen arbeiten nicht für Geld

Rich Dad Lektion Nr. 2: Sparer sind Verlierer

Rich Dad Lektion Nr. 3: Ihr Haus ist kein Vermögenswert


Denjenigen, die sich noch nie mit dem Thema Vermögensaufbau beschäftigt haben, öffnen diese Aussagen wirklich die Augen - so auch mir.

Dieses Buch ist ein Mindsetbuch, das die Sicht auf die Welt und unser Wirtschaftssytem komplett auf den Kopf stellt und diese aus einer ganz anderen Perspektive zeigt, wie die meisten von uns es gewöhnt sind.

Er beschreibt u. a. folgende Tatsachen: unser Bildungssystem ist nicht darauf ausgerichtet, finanzielle Bildung zu vermitteln, sondern gehorsame Arbeiter auszubilden.

Wir sind umgeben von einer Konsumgesellschaft, in der das hart erarbeitete Geld ausgegeben und nicht investiert wird. So wurden die meisten von uns z.B. in dem Glauben erzogen, dass ein Haus ein Vermögenswert ist, für den sich die eigenen Eltern Jahrzehnte abschuften, um die Schulden abzuzahlen.

Kiyosaki erklärt, dass viele Menschen den Unterschied zwischen Vermögenswert und Verbindlichkeit nicht kennen.

Die Banken wollen Kredite für Menschen vergeben, die ein Eigenheim erwerben wollen und werben großzügig für sich. Wenn dann jemand kommt und die Bedingungen für seinen Eigenheimkredit mit der Bank aushandelt möchte, gratulieren sie einem und bestärken den Kreditnehmer darin, dass er einen Vermögenswert erwirbt.

Das ist nicht grundlegend falsch, aber für wen genau ist das Haus denn ein Vermögenswert? Ja genau, für die Bank. Denn die Bank bekommt Zinsen vom Kreditnehmer und dieses Haus ist für sie ein Asset, das passiven Cashflow generiert.


Robert Kiyosaki, der aus Hawaii stammt und als Kind eines armen Akademikers auf eine Schule ging, auf die nur Reiche gingen, fragte die Lehrerin, wann sie denn etwas über Geld lernen würden. Diese stammelte etwas herum und meinte dann, dass sie in der Schule nichts über Geld lernen würden.

Als er nach Hause kam, erzählte er seinem Vater davon und fragte, warum man denn in der Schule nichts über Geld lernt. Dieser erwiderte, dass das eben so sei und er die Lehrerin mit seiner Frage in Verlegenheit gebracht hätte, die ja selbst nichts über Geld wusste.

Daraufhin wies sein Vater ihn an, den Vater seines befreundeten Schulkameraden zu fragen, da dieser so etwas wüsste. Und genau das tat Robert Kiyosaki.

Er und sein Freund wurden ab dem Alter von 9 Jahren vom Vater seines Kumpels in Geldfragen unterrichtet - daher stammt der Titel Rich Dad Poor Dad.


Dieses Buch ist wirklich wahnsinnig spannend und öffnet einem die Augen - nach der Lektüre war ich wirklich baff, dass mir die vielen Dinge, die er in seinem Buch erläutert nicht früher aufgefallen waren.

Von diesem Buch kann ich sagen, dass es Pflichtlektüre in jeder Schule sein sollte.

Da das Bildungssystem aber nicht das Ziel hat, aus allen jungen Bürgern dieses Landes finanziell gebildetete Unternehmer zu machen, ist es leider sehr unwahrscheinlich, dass Rich Dad Poor Dad je als Schullektüre eingeführt wird.

Ich habe dieses Buch schon unzählige Male weiterempfohlen und werde das auch weiterhin tun.

Obwohl dieses Buch bereits 1997 veröffentlicht wurde, ist es immer aktuell und wird auch aktuell bleiben, denn es vermittelt die Grundlagen jeder finanziellen Bildung.


Der einzige Punkt, den man bemängeln kann, wenn man möchte, ist, dass seine Steuertipps beziehungsweise Äußerungen über Steuern nur auf Amerika bezogen sind und sich in anderen Ländern so genau nicht anwenden lassen. Doch das Buch wurde nunmal in erster Linie für Amerikaner geschrieben und ich finde das überhaupt nicht schlimm, denn für mich ist es ein reines Mindsetbuch, das die Grundlagen finanzieller Bildung rüberbringen soll.

Das Buch ist wirklich genial und ich hole es immer wieder einmal heraus, um die Inhalte zu wiederholen und verinnerlichen.

Es war mein erstes Finanzbuch und jeder, der sich für Finanzen interessiert, sollte dieses Buch gelesen haben.


Hoffentlich hat dir meine Rezension weitergeholfen. Vielleicht möchtest du ja auch noch die Rezension zu seinem anderen Buch Fake lesen?


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