Supercrash: Das Zeitalter der Selbstsucht

Darryl Cunningham

★★★★☆


Dieses Buch ist wahnsinnig beeindruckend, denn der Autor hat es geschafft, mit diesem Comic, die globalen, finanziellen Strukturen aufzudecken und zu zeigen, wie sie alle zusammenhängen - eine sehr beeindruckende Leistung. Denn das ist gar nicht so einfach.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert: Im ersten Teil stellt Cunningham die Philosophie Ayn Rands vor, im zweiten Teil erklärt er, wie der Wirtschafts-Crash 2008 zustande gekommen ist und im abschließenden dritten Teil zeigt er auf, inwiefern diese Strukturen heute noch ein Problem sind.


Gekonnt erklärt Cunningham selbst die schwierigsten Begriffe, wie z.B. CDS (Credit Default Swaps) und wie die Banken mit den Geschäften mit eben jenen CDS die Wirtschaft zum Erliegen gebracht haben. Er zeigt auf, wie die Geldgier der Banken unserer Gesellschaft schaden und warum wir jetzt handeln müssen! Am Anfang des Buches war ich etwas skeptisch, ob es denn ein gutes Buch sein kann, wenn es gleich zu Beginn vernichtende Kritik an einer Philosophin übt. Ich kannte Ayn Rand vor diesem Buch nicht und hatte noch nie von ihr gehört. Daher war mir der Autor zuerst unsympathisch, denn ich fand es nicht korrekt, ein Buch, das über die Welt der Finanzen aufklären soll, mit der Kritik an einer bestimmten Person anzufangen. Es wird ihre Kindheit und ihr beruflicher Werdegang dargestellt und ihre Weltansichten erklärt. Dabei wird Ayn Rand sehr sehr negativ dargestellt. Später in Kapitel 2 und 3 werden ihre Ansichten dann ausführlich widerlegt und es wird verständlich, warum der Autor ihre Philosophie so extrem verabscheut.


Die Aufklärung Darryl Cunninghams über die Macht der Banken war längst überfällig und der Autor hat sein Bestes gegeben, um die Machtstrukturen offenzulegen. Alles in allem ein gutes Buch und empfehlenswert zu lesen.

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